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Gelungener Saisonauftakt gegen Lutte Team Valais

Die neue Mannschaftsmeisterschaft hat endlich begonnen, nach fast 2 Jahren trat die RS Sense endlich wieder geschlossen auf die Matte und dies gleich zu Beginn gegen den vermeintlichen Gruppenfavoriten aus dem Wallis.

Gleich zu Beginn des Kampfabends feierte Svenja Jungo eine doppelte Premiere. Da Frauen seit diesem Jahr auch in der Challenge League antreten dürfen, war es sowohl ihr erster Kampf in eben dieser Liga als auch für die 1. Mannschaft der RS Sense. Krönen konnte sie ihren Auftritt mit einem souveränen Punktesieg in dem sie auch gegen ihren deutlich schwereren männlichen Gegner ihre explosiven Beinangriffe erfolgreich ansetzen konnte.

Im Schwergewicht trat Manuel Bing im griechisch-römischen Stil an. Seinem Gegner, der 20kg mehr auf die Waage brachte, war er körperlich nicht gewachsen, dennoch versuchte er den Punktverlust so gering wie möglich zu halten, was ihm beim Endergebnis von 0:2 Mannschaftspunkten für Martigny auch gelang.

Melvin Feyer traf in der 61kg Kategorie auf den Kaderathleten Mathias Martinetti, der vergangene Woche noch in der Premium League beim amtierenden Serienschweizermeister aus Willisau auf der Matte stand. Wie bereits bei den Einzelmeisterschaften vor einigen Wochen zeigte er seine Entschlossenheit: Martinetti im Angriff konterte Melvin gekonnt aus und einmal in der gefährlichen Lage gab es kein Entkommen mehr. Melvin zeigte eine bärenstarke Endfesselung und schaffte den Schultersieg.

Michael Nydeggers Einsatz war leider nur von symbolischem Charakter. Sein Gegner konnte auf Grund einer Schulterverletzung nicht zum Kampf antreten.

Im letzten Kampf vor der Pause schloss sich der Kreis, denn wie bereits zu Beginn den Matches war es abermals ein Jungo, diesmal Vater Pascal, der ebenfalls einen souveränen Sieg einfuhr. Bereits vor Ablauf der ersten Kamphälfte und zu jeder Zeit ungefährdet gelang Pascal der Schultersieg und somit konnte von den mitgereisten Fans ein Pausenstand von 3:15 zu Gunsten der Gastmannschaft aus dem Sensebezirk bestaunt werden.

Pascal Sperisen bekam es nach der Pause mit Patrick Vieux zu tun. Der Trainer der Heimmannschaft ist für seine schnellen Schulterschwünge aus jeglichen Lagen bekannt, natürlich auch beim Sensler Greco Trainer Andreas Schwaller. Pascal war also gewarnt und setzte den Matchplan tadellos um, er dominierte von Beginn an den Kampf, kontrollierte seinen Gegner und setzte immer wieder kleine Nadelstiche, was ihm am Ende einen Sieg ohne eigenen Punktverlust bescherte.

Bis 70kg Greco traf Ronan Feyer in seiner ungeliebten Stilart auf den starken Esteban Tschanner. In der ersten Hälfte konnte Tschanner aus der Bodenlage eine sehenswerte 5er Wertung erzielen, doch Ronan kam seinerseits mit 2 Durchdrehern am Boden noch vor der Pause zurück und glich aus. Leider musste er im 2ten Abschnitt auf Grund von Passivität erneut in die Bodenlage. Diesmal riskierte Tschanner weniger und versuchte keinen Ausheber, jedoch war es Ronan am Boden nicht möglich die Durchdreher seines Gegners abzuwehren. Er versuchte nochmals den Rückstand zu verringern, doch es war nicht mehr viel Zeit auf der Uhr übrig und so verlor er am Ende eines hoch intensiven Kampfes mit 13:8 Punkten.

Der zweite Debütant an diesem Abend war Noah Schwaller, der wie Svenja zwar bereits vor 2 Jahren für die 2. Mannschaft der RS Sense in der 1. Liga auflief, aber noch nicht in der Challenge League gestartet war. Was soll man sagen, der rote Faden an guten Leistungen riss auch hier nicht ab. Noah konnte nach einer Unachtsamkeit zu Beginn den Kampf immer mehr nach seinem Belieben gestalten, sammelte Punkt um Punkt und siegte am Ende deutlich. Somit dürfte die erste Anspannung abgefallen sein und wir dürfen uns auf weitere Einsätze freuen.

Jan Faller, vor 2 Jahren noch der ungeschlagene Topscorer der Sensler, hatte sich dieses Jahr bereit erklärt voll im Dienste der Mannschaft zu stehen. Auf Grund seines Militärdienstes absolvierte er vergangenen Freitag das erste Mannschaftstraining seit Januar, es war also klar, dass er nicht in der überragenden Form sein konnte und dennoch zeigte er gegen den ehemaligen Kaderathleten Théry Chardonnens eine famose Leistung. In einem spannenden Kampf bis zur letzten Sekunde gestaltete er einen offenen Kampf, dessen Ausgang bis zuletzt nicht sicher war und den Jan am Ende ganz knapp mit 9:7 verlor. Doch Trainer Armin Gugler ist sich sicher: „Jan ist ein Gefühlsringer und wenn er noch ein paar Kämpfe absolviert hat bin ich mir sicher, kommen die Automatismen wieder zurück. Er muss nicht am Anfang der Saison seine Top Leistung abrufen, wir wollen dieses Jahr um die Medaillen ringen und in diesen entscheidenden Kämpfen am Ende des Jahres kommt es darauf an, dass alle nochmal einen Schritt nach vorne machen und wir bereit sind, wenn es zählt.“

Was schon fast wie ein Schlusswort klingt, soll nicht den Auftritt von Jonas Schwaller im letzten Kampf vergessen lassen. Doch die Geschichte ist schnell erzählt: Jonas ließ nicht einmal dem Kampfrichter die Zeit, seinen Gegner wegen Passivität zu ermahnen, so schnell hagelte es Angriff um Angriff, Punkt um Punkt. Am Ende war es dann doch noch ein letzter Durchdreher aus der angeordneten Bodenlage, die nach 2min Wettkampfzeit einen 15:0 Sieg besiegelte.

Somit stand nach 7 klaren Siegen und 3 knappen Niederlagen ein Endergebnis von 9:26 auf der Wettkampfliste. Ein Resultat, welches in seiner Höhe zwar nicht zu erwarten war, aber dennoch völlig verdient eine tolle Mannschaftsleistung widerspiegelt und hoffentlich die Weichen für den weiteren Saisonverlauf gestellt hat.

Nächsten Samstag trifft die RS Sense im ersten Heimkampf der Saison auf den TV Ufhusen. Die Luzerner haben ihren ersten Kampf gegen Tuggen mit 12 zu 24 Punkten verloren und werden versuchen gegen die Sensler die ersten Punkten der Saison zu gewinnen.